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Aus ganz kleinen Anfängen

"In Demut klein anfangen" und "nach Gottes Willen fragen", das haben sich die Gründer der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart im Jahr 1854 vorgenommen. Die Geschäftsfrau Charlotte Reihlen und der Stuttgarter Prälat Sixt Karl Kapff waren die treibenden Kräfte. Inspiriert hatte sie das Modell der Diakonissenarbeit des Ehepaar Fliedner in Kaiserswerth. Auch in Stuttgart wollten sie unverheirateten Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten ermöglichen, die Krankenpflege zu erlernen. Die Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft der Diakonissen bot den Rückhalt für die anstrengende Arbeit in der Pflege kranker und alter Menschen.

Große Bevölkerungsgruppen hatten damals keine Chance auf ein menschenwürdiges Dasein. Chronisch Kranke, Kriegsversehrte, Menschen mit Behinderung, alte pflegebedürftige und sterbende Menschen vegetierten oft dahin und erhielten nicht die Hilfe, die sie gebraucht hätten. Die Diakonissen gaben mit ihrem Dienst eine praktische Antwort auf die gesellschaftliche Not der Zeit.

Die Idee der Gründer traf den Nerv der Zeit. Aus den bescheidenen Anfängen wuchs schnell eine große Diakonissengemeinschaft und ein weit verzweigtes Werk. Die Schwestern arbeiteten in Krankenhäusern und Gemeindestationen, in Pflegeeinrichtungen, Kinderheimen und Krippen in ganz Württemberg. Die Diakonissen standen für eine neue Qualität in der Pflege. Unzählige Menschen erlebten dadurch, dass sie trotz Krankheit, Behinderung oder Gebrechlichkeit ein menschenwürdiges Leben führen können.


Der kleine Unterschied

Professionalität und christlicher Glaube gehörten von Anfang an untrennbar zusammen. Sie sind bis heute Markenzeichen in unseren Einrichtungen. Zur beruflichen Ausbildung kam immer auch die biblisch-diakonische Bildung dazu. Vielleicht ist es dieser Unterschied, den Mitarbeitende, Patienten, Bewohner und Gäste in unseren Häusern wahrnehmen und schätzen.

Diakonie in Gemeinschaft

"Diakonie in Gemeinschaft: 150 Jahre Evangelische Diakonissenanstalt Stuttgart" so heißt das Buch, das im Jahr 2004 zum 150-jährigen Jubiläum erschienen ist. Zum 160 Jubiläum erscheint ebenfalls eine kleine Festschrift, die sich mit den Jahren 2004 bis 2014 befasst.

Eine facettenreiche Geschichte wird in dem Buch und der Festschrift nachgezeichnet. In vielen Zitaten und Bildern wird das Wirken der Stuttgarter Diakonissen und die Arbeit der Evangelischen Diakonissenanstalt lebendig. Ein Stück Sozialgeschichte spiegelt sich darin und ein Stück württembergische Kunstgeschichte.

Sie können das Buch und die Broschüre anfordern, gegen einen Unkostenbeitrag von 15 €, zzgl. 3 € Versandgebühren:


0049 (0)711 991-4040


Pfarrer Theodor Fliedner (1800-1864), gründete die Kaiserswerther Diakonie
Friederike Fliedner, geb. Münster (1800-1842), erste Vorsteherin der Kaiserswerther Diakonissenanstalt
Karoline Fliedner (1811-1892), seit 1843 mit Theodor Fliedner verheiratet, übernahm die Leitung der Diakonissenanstalt
Charlotte Reihlen (1805-1879) die zusammen mit Prälat Sixt Karl Kapff die Diakonissenanstalt im Jahr 1854 gründete.
Prälat Sixt Karl Kapff der zusammen mit Charlotte Reihlen die Diakonissenanstalt im Jahr 1854 gründete.
Das erste Mutterhaus in der Rosenbergstraße, 1895 erbaut
Die Diakonissen waren vielseitig eingesetzt, unter anderem in der Gemeindekrankenpflege.
Der Chefarzt des Wilhelmhospitals Dr. Brigel beaufsichtigt eine Operation
Im Schulkurs erlebten die Probeschwestern intensiv, was schulische Gemeinschaft ist.